Beiträge zum Stichwort ‘ Medienwissenschaft ’

Interview: 1 Jahr NS-Zeitungen an deutschen Kiosken

23. Dezember 2009 | Von | Kategorie: Politik & Gesellschaft

Erschienen im DISS-Journal Nr. 18 (2009). Das Heft als pdf-Datei.

Darf man das? Seit der britische Verleger Peter McGee unter dem Titel “Zeitungszeugen” in Deutschland Reprints von Zeitungen aus der Zeit des Nationalsozialismus verkauft, ist eine neue Debatte über den Umgang mit NS-Quellen entbrannt. Nach einem knappen Jahr voller Auseinandersetzungen, mehreren Gerichtsprozessen, und über 40 veröffentlichten Ausgaben ist es Zeit für ein erstes Fazit. Der Dortmunder Medienwissenschaftler Prof. Dr. Horst Pöttker ist wissenschaftlicher Berater des Zeitungszeugen-Projekts. Im DISS-Journal spricht er über publizistische Verantwortung, über das Verhältnis von Wissenschaftlichkeit und Kommerz und über die Frage, ob man NS-Geschichte „erlebbar“ machen sollte. Das Interview führte Rolf van Raden.



GfM veröffentlicht Abstracts zu “Was wissen Medien?”

3. März 2009 | Von | Kategorie: Hochschule

Die Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM) hat die Extended Abstracts ihrer Jahrestagung “Was wissen Medien?” online gestellt. Die Veranstaltung fand vom 2. bis 4. Oktober 2008 an der Ruhr-Universität Bochum statt. Alle Abstracts finden sich hier. Unter anderem dabei ist auch mein Beitrag zum Panel “Der Verdacht der Medien”: “Medium und Massenmord. Der Fall Ernst Wagner“.



Ludwig Staudenmaier: Die Magie als experimentelle Naturwissenschaft

3. Februar 2003 | Von | Kategorie: Kultur

1. Magie: Paranoia oder Wissenschaft

Bevor Ludwig Staudenmaier, Professor für Experimentalchemie, 1918 selbst per wissenschaftlicher Diagnose als paranoid stigmatisiert wurde, versuchte er 1912 die Magie vom Odium des Okkultismus und Spiritismus, also von dem Vorwurf der Paranoia oder der Scharlatanerie zu befreien, indem er in seiner Schrift: „Die Magie als experimentelle Naturwissenschaft“(1) den gleichen Schritt nachzuahmen suchte, den Lavoisier geleistet hatte, als er aus der Alchemie die Chemie machte. Magie, Geistersehen, Tischerücken: Allesamt Phänomene, die vermittels experimenteller Erforschung rationalisiert und in den wissenschaftlichen Kanon gerückt werden sollen.