Zwischen Vorwurf und Vergessen – Die Volksfront als politische Konzeption

3. Mai 2008 | Von admin | Kategorie: Politik & Gesellschaft

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Es lag wohl in erster Linie am Sommerloch, dass ein schon fast vergessener historischer Begriff eine Renaissance in der deutschen Presselandschaft erleben konnte: Als Gerhard Schröder Mitte August 2004 auf dem Landesparteitag der Brandenburgischen SPD eine „neue Volksfront“ zwischen PDS und CDU in dem Widerstand gegen die Sozialreformen ausmachte, reagierte der deutsche Blätterwald mit einem kräftigen Rauschen: „Schröder haut auf den Tisch“, berichtete der Stern, und die Meldung vom „Wutausbruch des Kanzlers“ (AP) war in den folgenden Tagen in fast allen Zeitungen zu lesen. Schnell folgten Dementi von den Angegriffenen: Der „Volksfront-Vorwurf“ sei „völlig unpassend“ (Angela Merkel) und belebe „die Sprache des Kalten Krieges“ (Lothar Bisky). Außen vor blieb jedoch ein genauerer Blick auf das historische Konzept der Volksfront. Der Artikel analysiert die kommunistische Strategie im Kampf gegen das Nazi-Regime und erklärt, wie nationalistische Terminologie Teil des Kampfes gegen Hitler werden konnte. Der Autor zeigt, wie in dem Konzept der Volksfront eine Engführung des marxistischen und das nationalistischen Diskurses stattfand, welche die kommunistische Politik der folgenden Jahrzehnte stark beeinflussen sollte.

Den vollständigen Artikel gibt es hier als pdf-Datei zum Download.

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