Archiv für November 2004

Schon wieder Wahlen

12. November 2004 | Von | Kategorie: Politik & Gesellschaft

Bochum hat einen Migrations-Ausschuss, erschienen in bsz 644.

Knapp 24.000 Wahlberechtigte, eine Wahlbeteiligung von nur 11,1 Prozent, und die zehn Sitze verteilen sich auf neun verschiedene politische Listen. Nein, es geht hier nicht um die Wahl zu einem beliebigen Studierendenparlament. Am vergangenen Sonntag wurde nahezu unbemerkt von der Bochumer Öffentlichkeit der erste Ausschuss für Migrations- und Integrationsangelegenheiten gewählt.



„Judenproblem“ oder „Nachwortproblem“?

12. November 2004 | Von | Kategorie: Kultur, Politik & Gesellschaft

Notizen zum Nachwort in Gustav Freytags „Soll und Haben“, Manuscriptum Verlag, Waltrop und Leipzig 2002.

Es ist der Fluch und Segen zugleich von Nachworten in Leseausgaben der sogenannten ernsten Literatur, dass in ihnen Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler versuchen, auf wenigen Seiten in einfachen Worten das zusammenzufassen, was ihrer Meinung nach zum Verständnis und zur Würdigung des Werkes auch dem unbedarften Publikum vermittelt werden sollte. Dass Zusammenhänge dabei häufig verkürzt werden und Interpretationen zuweilen kritisch hinterfragt werden müssen, liegt in der Natur jener publizistischen Form. Bei dem Nachwort zu der derzeit einzigen im Buchandel greifbaren Ausgabe von Gustav Freytags Roman „Soll und Haben“ treten jedoch andere Merkmale hinzu, die zwar in der Rezeptionsgeschichte des Romans keineswegs ungewöhnlich sind, bei einer Neuherausgabe im Jahr 2002 jedoch überraschen und unangenehm auffallen.



Digital ist besser

3. November 2004 | Von | Kategorie: Politik & Gesellschaft

Mit DVB-T und Hartz IV in die Röhre gucken, erschienen in bsz 641.

Am kommenden Montag wird auch in Bochum der Fernsehempfang über Antenne von analog auf digital umgestellt. Darüber freuen sich alle, die ihren Kabelanschluss kündigen wollen: Sie haben in Zukunft die Möglichkeit, 19 Programme zu empfangen, ohne monatliche Gebühren zu bezahlen. Wenn es nach dem Willen der Bochumer Sozialämter geht, schauen Sozialhilfe-EmpfängerInnen dagegen in die Röhre.